Brand- und Katastrophenschutzbericht 2011

Brand- und Katastrophenschutzbericht 2011
Mehr Brände - weniger Einsätze

Woidke dankt Feuerwehrleuten - Rahmenbedingungen verbessert

Potsdam - Brandenburgs Feuerwehren sind im vergangenen Jahr deutlich öfter zur Bekämpfung von Bränden gerufen worden als 2010. Gut 7.000 Mal rückten die Wehren aus, um Feuer zu löschen, wie aus dem am Freitag in Potsdam veröffentlichten Brand- und Katastrophenschutzbericht 2011 hervorgeht. Ein Jahr zuvor gab es nur knapp 6.500 Brandeinsätze. Insgesamt zählten die Wehren im vergangenen Jahr 37.512 Einsätze. Das waren rund 1.000 Einsätze weniger als in den vorausgegangenen zwölf Monaten. Dabei retteten sie 1.896 Menschen (2010: 2.125) aus Gefahrensituationen. 206 (242) Personen konnten allerdings trotz des Einsatzes der Feuerwehren nur noch tot geborgen werden.

Innenminister Dietmar Woidke dankte den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren für ihren überwiegend ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Bürger. „Unsere Feuerwehrleute müssen oft das eigene Leben aufs Spiel setzen, um anderen zu helfen. Für diesen selbstlosen Einsatz gebührt ihnen größte Anerkennung und Respekt“, sagte der Minister.

24.706 Mal (26.472) leisteten die Feuerwehren technische Hilfe, darunter waren auch fast 4.000 Einsätze zur Beseitigung von Sturmschäden. Rund 560 Feuerwehrleute wurden bei den Einsätzen und Übungen verletzt. Die Zahl der Fehlalarme erhöhte sich um etwa 200 auf 5.800 Fälle. Damit setzte sich eine seit Jahren zu verzeichnende bedenkliche Tendenz fort. Die meisten Fehlalarmierungen wurden erneut durch Fehlfunktionen von Brandmeldeanlagen ausgelöst. Die Zahl der böswilligen Fehlalarmierungen verharrte dagegen mit 332 Fällen (343) weiter auf niedrigem Niveau. Die Kommunen investierten mehr als 34 Millionen Euro in den Brandschutz, davon 11,5 Millionen Euro in neue Fahrzeuge.

Woidke verwies darauf, dass im vergangenen Jahr weitere Fortschritte bei der Sicherung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehren gemacht wurden. „Mit der Einführung des Feuerwehrführerscheins konnte eine Lösung für die drohende Lücke bei Fahrern für mittelschwere Einsatzfahrzeuge gefunden werden. Die Bedingungen für die Aus- und Weiterbildung von Einsatzkräften an der Landesschule und Technischen Einrichtung für Brand- und Katastrophenschutz wurden mit der Inbetriebnahme eines neuen Brandübungshauses in Eisenhüttenstadt weiter verbessert“, erläuterte Woidke.

Ende 2011 gab es im Land insgesamt 201 Freiwillige Feuerwehren mit mehr als 1.800 örtlichen Feuerwehreinheiten, fünf Berufsfeuerwehren und zehn anerkannte Werkfeuerwehren mit zusammen 45.993 aktiven Männern und Frauen. Davon leisteten 44.495 (45.647) Einsatzkräfte, unter ihnen 6.576 (6.650) Frauen, ihren Dienst ehrenamtlich in Freiwilligen Feuerwehren. Hinzu kamen 14.157 (13.990) Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung, die ihre Feuerwehren häufig weiterhin ehrenamtlich außerhalb des Einsatzdienstes unterstützen.

Im Nachwuchsbereich setzte sich der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort. Die Jugendfeuerwehren zählten zum Jahresende knapp 11.700 Mitglieder, das waren 380 Kinder und Jugendliche mehr als 2010. „Die Landesjugendfeuerwehr ist weiter eine der größten und wichtigsten Jugendorganisationen im Land. Sie leistet nicht nur wichtige Nachwuchsarbeit für die Einsatzkräfte, sondern hat auch maßgeblichen Anteil an einer guten Jugendarbeit überall in Brandenburg“,
sagte Woidke.

Er versprach, die Jugendarbeit der Wehren auch künftig mit Lottomitteln zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr flossen für diesen Zweck rund 123.000 Euro. Damit summierten sich die Zuwendungen für diesen Zweck im Zeitraum 2009 bis 2011 auf gut 385.000 Euro. „Das ist in jeder Hinsicht gut eingesetztes Geld“, betonte der Innenminister.

(c) Pressemitteilung des BMI Nr. 081/12 vom 01.09.2012

 

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